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Jake Catterall wearing revelstoke with sledge

Revelstoke in Spitzbergen: Unsere Base Layer im Test

Diese Saison führt ODLO eine Reihe von Base Layern aus Performance Wool von Nuyarn® ein. Während seines zweiwöchigen Erkundungstrips nach Spitzbergen stellte Abenteurer Jake Catterall unsere Revelstoke Funktionsunterwäsche in extremer Kälte auf den Prüfstand. Hier teilt er seine Erfahrungen mit uns. 

Von : MARK COHEN • Technologien • 24.10.2022

Vorab: Wie und wo hast du die Base Layer getestet? Was hast du dort gemacht und warum? Wie lange warst du unterwegs?

Ich besuchte die zu Norwegen gehörende Inselgruppe Spitzbergen (auch Svalbard genannt) nördlich des Polarkreises. Durch diesen Trip wollte ich mehr über Polarexpeditionen erfahren, um mich auf mein nächstes grosses Abenteuer vorzubereiten – allein die Antarktis zu durchqueren. Da das ein wirklich grosses und potenziell lebensgefährliches Vorhaben ist, muss ich optimal vorbereitet sein.


Wie waren die Bedingungen während deiner Reise? Was waren die durchschnittlichen Temperaturen? Gab es Wetterumschwünge oder Stürme?

Die Bedingungen waren eine Mischung aus komplettem Whiteout und klarer Sicht – dazwischen gab es eigentlich nichts. Die Gletscherspalten auf Spitzbergen sind unglaublich tief. An Tagen mit schlechter Sicht konnte ich nach unten weiter blicken als nach vorne – echt verrückt. Die Temperaturen im Sommer sind ziemlich stabil um die 0 °C. Nachts hatten wir ab und zu bis -5 °C.


Wir hatten keinen Sturm oder Wind – zu meinem Bedauern. Ich hätte gern mal den arktischen Wind erlebt, da es in der Antarktis extrem stürmisch sein wird.


Spitzbergen ist ja ziemlich abgelegen. Wie schutzlos fühlt man sich da?

Durch die unzähligen Gletscherspalten ist man sich eigentlich ständig der Gefahr bewusst. Ich bin nur einmal knapp einem Unglück entgangen, als mein Schlitten in eine Gletscherspalte rutschte und mich fast mit reingezogen hätte. Zum Glück hörte ich, wie er sich in Bewegung setzte, und konnte noch schnell meine Füsse richtig positionieren, um ihn abzufangen. Das erschütterte jedoch die ganze Gruppe und uns allen wurde klar, dass der Tod – oder zumindest die nächste Gefahr – nur Sekunden entfernt ist.


Eine andere Gruppe wurde etwa 20 Kilometer von uns mit dem Helikopter geborgen, weil eine Frau in ihrem Zelt im Schlaf von einem Eisbären angegriffen wurde. Sie überlebte den Angriff, aber auch das machte uns die ständige Gefahr noch einmal deutlicher.


Erste Eindrücke: Nach der Ankunft in Spitzbergen geht es los und du trägst die Revelstoke Base Layer. Was hat dir daran gefallen?

Die ersten 24 Stunden waren intensiv. Zuerst fuhren wir eine Stunde lang ungeschützt auf einem Boot zum Ausgangspunkt der Expedition an der Mündung eines gigantischen blauen Gletschers. Auf diesen kalten und nassen Start folgte ein Aufstieg zum Gletschergipfel mit so viel Ausrüstung, wie wir tragen konnten. Es war also eine Mischung aus Kälte (auf dem Boot) und Wärme (beim Aufstieg).


Ich war überrascht, wie effektiv der Revelstoke Base Layer und die Tights meine Körpertemperatur zwischen den beiden Extremen ausgleichen konnten. Am ersten Tag hat es hier und da ein bisschen gejuckt. Das liess aber nach dem Aufstieg auf den Gletscher nach, als ich zum ersten Mal so richtig ins Schwitzen kam.

Jake Catterall at the camp
Landscape Svalbard
Jake Catterall with Performance Wool Base Layer
Jake Catterall wearing Revelstoke base layer
Jake Catterall at the camp
Svalbard landscape

Das ist vermutlich nicht dein erster Base Layer aus Merinowolle. Wie hat die Performance Wool im Vergleich zu anderer Merinobekleidung abgeschnitten?

Ich bin absoluter Merino-Fan, doch die Revelstoke-Modelle haben mich wirklich überrascht – vor allem in Sachen Temperaturregulierung. Wenn ich ins Extrem gehe, überhitze und schwitze ich ziemlich schnell; das kann bei arktischen Bedingungen tödlich enden. Da bieten diese Base Layer einen massiven Vorteil.


Wie lange hast du die Base Layer getragen? Wie haben sie sich verhalten?

Ganz ehrlich? Ich trug die Funktionsunterwäsche zwölf Tage lang durchgehend. Am Geruch ändert sich nach dem ersten Tag eigentlich nichts mehr (da Merinowolle von Natur aus antimikrobiell ist) – warum also umziehen? Nach Tag 10 und jeder Menge Schlittenziehen hatte sich das Material etwas gedehnt. Doch wahrscheinlich hatte es einfach eine Wäsche nötig, um wieder in Form zu kommen. Schliesslich habe ich ihm auch alles abverlangt.


Haben die Base Layer ihr Versprechen gehalten? Widerstandsfähiger? Bessere Wärmeregulierung? Atmungsaktiv? Leichteres, luftigeres Tragegefühl?

Der dritte Punkt sagt alles. Die Wärmeregulierung ist einfach überragend. Das spürt man, sobald man die Teile angezogen hat.


Was hältst du von der Passform und Grösse, der Widerstandsfähigkeit und der Qualität der Base Layer insgesamt?

Von der Passform her lagen sie weniger eng an, als ich es gewohnt bin. Das war zuerst etwas unangenehm, aber dann habe ich mich dran gewöhnt. Das Material scheint robust zu sein und man kann sich drauf verlassen, dass es einen auch in schwierigen Situationen nicht im Stich lässt.

Jake Catterall wearing Revelstoke base layer
Svalbard landscape
Woman wearing Revelstoke Base Layer

Spitzbergen liegt hinter dir. Was denkst du mit Blick auf deine langfristigeren Ziele rund um „Way Beyond“?

Vor ein paar Jahren nahm ich mir vor, irgendwann allein die Antarktis zu durchqueren. Ich habe eine Mission. Doch ich muss noch viel lernen, bevor ich bereit dafür bin. Spitzbergen machte mir deutlich, an welchen Bereichen ich noch arbeiten muss. Gleichzeitig macht es mich stolz, dass ich einen weiteren Schritt in Richtung meines Ziels geschafft habe.


Ich werde noch einmal nach Spitzbergen zurückkehren, aber dann für eine extremere Expedition. Viel extremer.


Noch eine letzte Frage zu deinem Gemütszustand. Wie hart war dieser Trip im Vergleich zu deinen bisherigen Abenteuern?

Ich betrachte es als eine Art Training, das aus körperlicher Sicht viele von uns meistern würden. Da das mein erstes Mal in der Arktis war, war die richtige mentale Einstellung jedoch ein wichtiger Faktor. Ich begann meine Reise mit einer „Anfängermentalität“. Ich war offen, Neues auszuprobieren, und versuchte, die typischen Ängste, die man so als Erwachsener hat, abzustellen.


Spitzbergen hat mich nicht so gefordert wie 1.400 Kilometer am Stück auf dem Bike. Aber ich habe einige wichtige Grundlagen gelernt, von denen ich später bei meinen härteren Challenges profitieren werde. Für mich gibt es nichts Wertvolleres als Erfahrungen, und am meisten lernen wir, indem wir es einfach tun. Jeden Tag den Schlitten zu ziehen war eine weitere Übung, die mir half, mich allein auf eine Sache zu fokussieren. Das trainiere ich im Ausdauersport schon seit Jahren. Es ist der beste Weg zum Erfolg, aber keinesfalls einfach.


Ich habe mir mein Leben so gewünscht und ausgemalt, und jetzt mache ich es in kleinen Schritten zur Realität. Dabei zählt jeder einzelne Schritt, denn der Weg ist das Ziel. Ich ermutige alle da draussen, ihren eigenen Weg zu gehen. Egal, wo du gerade stehst: Jeder Moment hat das Potenzial, dein Leben zu verändern.  

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