Fünf Fragen an Kate Courtney

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Fünf Fragen an Kate Courtney

AM 26.09.2021

Du hast schon früh in deiner Karriere einige grosse Erfolge erzielt. Was sind deine Ziele für 2021 (bestimmte WM-Events, Olympische Spiele, etc.)? Und für die nächsten 5 Jahre?

Die Rückkehr zum Rennsport im Jahr 2021 wird eine ganz besondere Erfahrung sein. Nach einem sehr unvorhersehbaren Rennkalender im Jahr 2020 und der Absage aller Rennen in den Vereinigten Staaten ist es für mich eine grosse Motivation, einfach nur antreten zu können. Mein Hauptaugenmerk für diese Saison sind die Olympischen Spiele in Tokio. Ich habe mich 2019 für mein erstes US-Olympiateam qualifiziert, was bedeutet, dass ich mich voll und ganz darauf konzentrieren kann, in Tokio meine bestmögliche Leistung zu bringen. In den nächsten fünf Jahren liegt mein Fokus sicherlich auf Weltcup- und Weltmeisterschaftsveranstaltungen sowie dem nächsten olympischen Zyklus.

Man kann nicht bei jedem Rennen auf dem Podium stehen. Wie gehst du mit den Hochs und Tiefs des Rennsports um?

Höhen und Tiefen sind ein Teil unseres Sports. Als junge Fahrerin lernt man schnell, dass man während seiner Karriere viel mehr Rennen verlieren als gewinnen wird. Das bedeutet, dass Gewinnen nicht die einzige Motivation sein kann - man muss fahren und Rennen bestreiten, um sein Bestes zu geben und um einen Lebensstil zu verfolgen, den man liebt und an den man glaubt. Für mich hat es einen grossen Unterschied gemacht, Teil des Scott SRAM MTB-Teams zu sein, da ich nun das Gesamtbild sehen kann. Ich weiss zu schätzen, dass Höhen und Tiefen alle ein Teil der Erfahrung sind. Mit dem richtigen Team um sich herum lassen sich die Tiefs leichter ertragen und die Hochs mit mehr Freude feiern.

Wie hast du dich in den letzten 12 Monaten fit gehalten (mental und körperlich), bei der Stop-Start-Situation des Radrennsports und der ganzen Ungewissheit rund ums Reisen?

Eine meiner Lieblingsbeschäftigungen im Radsport ist, dass es immer Möglichkeiten gibt, sich weiterzuentwickeln - ob technisch, taktisch oder in Bezug auf die Fitness. In den letzten 12 Monaten hatte ich die Möglichkeit, mich wirklich auf die Entwicklung jedes Aspekts meiner Leistung zu konzentrieren. Es gab sicherlich herausfordernde Zeiten, aber es war auch eine grossartige Gelegenheit, sich wieder mit den Aspekten des Sports zu verbinden, die mein Feuer für den Wettkampf weiter entfachen.

Du kommst aus Kalifornien, was waren einige der grössten/schwierigsten Lektionen, die du bei Rennen in Europa gelernt hast?

Es gibt einige Vor- und Nachteile, wenn man aus Kalifornien kommt! Als ich in Marin aufwuchs, war ich einer wunderbaren Radsportkultur ausgesetzt, die mir half, mich in den Sport zu verlieben. Als ich als Juniorin nach Europa reiste, wurde mir jedoch klar, dass ich noch viele Fähigkeiten entwickeln musste, um auf dem höchsten Niveau zu fahren. Im Laufe der Jahre konnte ich europäische Rennerfahrung sammeln und die Bereiche identifizieren, die ich trainieren musste, um die Fähigkeiten zu haben, auf den technischeren Strecken im Ausland zu konkurrieren.

Was ist dein liebstes Kleidungsstück von ODLO?

Meine Lieblingsstücke der Odlo-Kleidung sind natürlich meine Fahrradklamotten, in denen ich die meiste Zeit verbringe. Abseits des Radfahrens liebe ich vor allem die Baselayer aus Merinowolle und die Cocoon N-Thermic Light Insulated Jacket und ich lebe so ziemlich in meiner Zeroweight Running Tights (obwohl ich nicht in ihnen laufe :))

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