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Erfolg im Profi-Radsport ist die Summe unzähliger Komponenten.

Eine Erfolgsgeschichte – gestern, heute und morgen

Erfolg im Profi-Radsport ist die Summe unzähliger Komponenten. Wer könnte das besser wissen als das erfolgreichste Cross-Country-Racing-Team der Schweiz.

Von: MARK COHEN • Ride • 12.05.2022


Der Servicekurs des Scott-SRAM Racing Team liegt in einem kleinen Vorort von Zürich. Hier findet man eine bunte Mischung aus Geschäften und Wohnhäusern und die Ortsansässigen sitzen zur Mittagszeit gemütlich bei einem Getränk zusammen. Vieles erinnert an eine typische Schweizer Kleinstadt – einladend, gepflegt, idyllisch. Es liegt ein ausgeprägtes Gemeinschaftsgefühl in der Luft.


Während wir uns dem Gebäude nähern, in dem sich der Servicekurs befindet, treffen wir auf Yanick Gyger, der schon seit zehn Jahren Mechaniker im Scott-SRAM Team ist und sich als „Yanick the mechanic“ einen Namen gemacht hat. Am Fenster klebt ein Fahrradaufkleber und es liegen einige Fahrradteile herum – davon abgesehen, ist das Gebäude eher unauffällig. Als Gyger uns nach drinnen begleitet, sind wir sofort von der Radsport-Atmosphäre eingenommen.


Dort steht die Rocket Espressomaschine, inklusive „Glorious“-Schriftzug – mit Betonung auf „Rio“ als Erinnerung an die Goldmedaille von 2016. Einen Meter rechts davon wurde der Türgriff des Kühlschranks gegen eine Kurbelgarnitur ausgetauscht, die am Gewinde des unteren Arms festgeschraubt ist. Die Wände zieren von Nino Schurter signierte Poster. Ein paar Gravelbikes. Eine Landkarte mit den Orten, an denen das Team Rennen gefahren ist. Federungssysteme ordentlich aufgereiht und alle brandneu. Teilnehmerkarten früherer Weltcups. Dann stösst unser Blick auf Gygers Schraubbereich, bei dessen Anblick jeder Do-it-yourself-Mechaniker weiche Knie bekommen würde.


Hier findet man vom Boden bis zur Decke ordentlich aufgereiht Reifen, Radsätze, Dichtmittel, Bikes, Schuhe, Helme und Boxen voller Bauteile des langjährigen Zulieferers und Sponsors Scott. Und inmitten dieser Radsport-Oase, die in einem Industriegebiet verborgen liegt, stossen wir auf eine Legende, deren Namen man in jedem Bike-Shop des Landes kennt und die ihre gesamte 30-jährige Laufbahn auf dem Bike verbracht hat – zuerst als Profifahrer, heute als Team-Manager.


„Der Radsport fliesst in meinen Adern und ist mein ganzes Leben. Heute habe ich das Glück, meine Laufbahn fortsetzen zu können, indem ich mich um das Team kümmere. Ich kann noch immer Radsport-Luft schnuppern, bloss ohne die Belastung, die die Wettkämpfe mit sich bringen.“


Nach wenigen Minuten in seiner Gesellschaft kann man sich schwer vorstellen, dass dieser Mann je mit etwas anderem glücklich werden könnte. 

Thomas “Frischi” Frischknecht
treffen wir auf Yanick Gyger, der schon seit zehn Jahren Mechaniker im Scott-SRAM Team ist und sich als „Yanick the mechanic“ einen Namen gemacht hat
Nino Schurter ist nicht nur einer der erfolgreichsten Athleten seiner Disziplin, sondern auch einer der bescheidensten.
Die Teambekleidung, die ODLO speziell für Scott-SRAM entwickelt, wird kontinuierlich an die Besonderheiten und Anforderungen der Fahrerinnen und Fahrer angepasst
. Eine Landkarte mit den Orten, an denen das Team Rennen gefahren ist
die Rocket Espressomaschine als Erinnerung an die Goldmedaille von 2016
Da Courtney besonders bei warmem Wetter am liebsten im Skinsuit fährt

Eine Geschichte der Innovation

Wer hier spricht, ist Thomas Frischknecht, ehemaliger Mountainbike-Profi und ein echter Pionier und eine grosse Persönlichkeit seiner Disziplin. Er ist mittelgross, Anfang fünfzig und extrem fit – man sieht ihm an, dass er sich immer noch mehrmals in der Woche in den Sattel schwingt, obwohl sein letztes Profirennen schon ein paar Jahre zurückliegt.


Während wir ein improvisiertes Studio für unser Interview aufbauen, fummelt er an einem Setup für ein neues Cross-Country-Full-Suspension-Bike herum, das gerade von Gyger getunet wird. Unbeschwert scherzen sie miteinander zum Thema Laufen und Laufschuhe. Frischknecht habe noch nie den Drang verspürt, zu Fuss zurückgelegte Kilometer zu tracken. Das Radfahren sei schliesslich immer noch ein essentieller Bestandteil seines Alltags.  


„Frischi“, wie er von den meisten Fahrern und Freunden genannt wird, ist gesellig und offen und leitet heute das Team, das vor knapp zwei Jahrzehnten als „Swisspower Mountain Bike Team“ begann. Und selbst in der kurzen Fassung sind seine Erfolge als Profiathlet einfach beeindruckend: 15 Weltmeisterschafts-Medaillen, eine Silbermedaille bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta, zweimaliger Cyclocross- und XC-Weltmeister (ebenfalls 1996) – und das alles erreichte er in einer Zeit, in der Moutainbike-Racing noch lange nicht so bekannt und beliebt war wie heute.   


Als er das Team mitbegründete, hatte er das Ziel, damit Kinder vom Radsport zu begeistern und vielleicht ein Ausnahmetalent zu entdecken, das mit den Besten mithalten konnte. Welche Früchte sein Vorhaben letztendlich tragen würde – darunter Namen wie Nino Schurter, Lars Forster, Andri Frischknecht und Kate Courtney, die allesamt auf Weltniveau fahren – davon hätte er bei seinen anfänglichen, bescheidenen Zielen wahrscheinlich nicht zu träumen gewagt.


Zur ersten Partnerschaft mit ODLO kam es 1994 in Form eines Base-Layer-Deals, während Frischknecht in einem Rennen fuhr. In den Meetingräumen von ODLO hängen Fotos, auf denen Frischknecht auf einem für damalige Verhältnisse topmodernen, erstklassig ausgestatteten Ritchey-Mountainbike ein Rennen fährt – sein Trikot ziert das ODLO-Logo, den Propeller. Seine Augen blicken scharf wie Laserpointer hangabwärts und in diesem Blick kann man all seine Beharrlichkeit erkennen, die ihn als Profi auszeichnete. Bald freundete er sich mit dem damaligen CEO von ODLO an und trug durch seine Überzeugungsarbeit dazu bei, dass das Unternehmen in die Performance-Radsportbekleidung einstieg. 1997 unterstützte ODLO Frischknechts Team sowohl mit Bekleidung als auch als Sponsor und in den frühen 2000ern hatte er sogar seine eigene „Frischi“-Kollektion.


Seither steht er eng mit unserem Unternehmen in Verbindung. Während ODLO Bekleidungssponsor des Teams ist, berät Frischknecht in Sachen Produktinnovation mit wertvollen Einblicken aus Sicht der Fahrerinnen und Fahrer und hilft so, unseren Designs den letzten Schliff zu verpassen. Und beide wählten die Schweiz als Kulisse für ihre Arbeit – das Land, das nicht nur für die wohl weltbesten Mountainbike-Trails, sondern auch für seine Präzision bekannt ist. Diese Partnerschaft wurde mit allem, was sie in Sachen Qualität, Beständigkeit und Performance hervorbrachte, über viele Jahre hinweg für beide Seiten zu einer wichtigen Stütze. 

Die richtigen Leute zur richtigen Zeit

Nino Schurter ist nicht nur einer der erfolgreichsten Athleten seiner Disziplin, sondern auch einer der bescheidensten. Er steht Radrenn-Legende Julien Absalon in Sachen Weltcupsiege (33 an der Zahl) in nichts nach und ist ausserdem neunfacher Weltmeister im Cross Country und olympischer Goldmedaillengewinner, um nur ein paar seiner vielen Erfolge zu nennen. Während er auch „The GOAT“ genannt wird, spricht er selbst mit der Bescheidenheit eines Anfängers über seine 20-jährige Profilaufbahn.


Bei unserem Treffen ist Nino gerade von einem neunwöchigen Trainingsaufenthalt in Südafrika zurück. Er reiste gemeinsam mit seiner Familie – was ihm in dieser Phase seiner Karriere besonders wichtig ist, wie er uns erzählt –, war viel auf dem Bike und hat trotzdem auch Zeit gefunden, um etwas abzuschalten.


In den letzten 24 Jahren arbeitete Schurter mit demselben Coach, fuhr immer Bikes derselben Marke und arbeitete grösstenteils mit denselben Teamsponsoren zusammen. Scott begleitete das Team von seinen Anfängen an. Seit vielen Jahren ist ODLO Sponsor sowohl für Radsport- als auch Freizeitbekleidung und unterstützt das Team somit das ganze Jahr hindurch bei allem, was es für Training, Rennen und den Alltag braucht. Dabei ist nicht zu übersehen, dass das Team grossen Wert auf langfristige Partnerschaften legt. Es vermeidet Veränderungen nur um der Veränderung Willen und investiert stattdessen lieber in seine bestehenden Beziehungen. Das ist wohl einer der vielen Gründe, warum sich das Scott-SRAM Racing Team fast wie eine Familie anfühlt. 


„Wir hatten das grosse Glück, von Anfang an mit den richtigen Personen und Partnern zu arbeiten“, sagt uns Schurter in Bezug auf die Synergien im Team und die Verbundenheit zu ihren Partnern. „Als ich als junger Nachwuchsfahrer begann, bauten wir alle Strukturen auf und seither hat sich nicht viel geändert.“


„Wir hatten schon immer eine Vision für die Zukunft des Radsports“, erklärt er weiter. „Und wir hatten schon immer die richtigen Partner an unserer Seite, die es verstanden, mit den Entwicklungen in unserer Disziplin mitzugehen und sich anzupassen.“


Für viele Radsportlerinnen und -sportler geht es einfach darum, dass ihre Trikots und Shorts Saison für Saison ihren Zweck erfüllen – die spezifischen Details spielen kaum eine Rolle. Echte Rennen trennen bei der Ausrüstung jedoch die Spreu vom Weizen. Falscher Schnitt, minderwertiges Sitzpolster oder technisch unzureichende Materialien können die Fahrerinnen und Fahrer wortwörtlich ausbremsen, was uns Schurter und seine Teamkolleg:innen Lars Forster, Andri Frischknecht und Kate Courtney mehrfach bestätigten.


Genau damit hatte Forster in einem anderen Team echte Probleme, das Fahrgefühl war dahin und er sass nie richtig bequem im Sattel. Da Courtney besonders bei warmem Wetter am liebsten im Skinsuit fährt, entwickelte sie zusammen mit ODLO eine massgeschneiderte Version, die 2019 fertiggestellt wurde. Die Teambekleidung, die ODLO speziell für Scott-SRAM entwickelt, wird kontinuierlich an die Besonderheiten und Anforderungen der Fahrerinnen und Fahrer angepasst. Jede ihrer Rückmeldungen fliesst in unsere Kollektionen mit ein, wie zum Beispiel bei den neuen Zeroweight Pro Radshorts mit Trägern und Radtrikots. 


„Wenn man ganz vorne mitfährt, braucht man top Ausrüstung“, sagt der 27-jährige Andri Frischknecht aus dem Scott-SRAM Racing Team während unseres Interviews, „und genau das bekommen wir. Man schafft es nicht in einem oder zwei Jahren die beste Ausrüstung zu entwickeln. Die Arbeit mit unseren Partnern hat ausserdem viel mit Technologie zu tun. Und wenn wir als Profifahrer mit dem Ergebnis zufrieden sind, dann haben wir hochwertige Produkte, die auch für Hobby-Radfahrer geeignet sind.“

optimierter Schnitt, branchenführendes Sitzpolster und weitere Details wie Kanten mit Laserschnitt und atmungsaktive, ultraleichte Materialien
Hier und da hängen auch alte Print-Anzeigen
Nicht zu übersehen sind die Fotos von Odd Roar Lofterød, dem Gründer des Unternehmens.
grellen Mustern und Farben, die den ständigen Strom neuer Entwicklungen widerspiegeln, die sich zwischen diesen Wänden vollziehen.
Auch bei dieser Kollektion haben unsere Produktexperten das Feedback der Profis integriert

Ein Prozess, der seinesgleichen sucht

Wenn man bei ODLO den Showroom in der ersten Etage betritt, befinden sich an der Wand auf der linken Seite Abbildungen der allerersten Cross-Country-Skianzüge, die später einmal die Zukunft einer ganzen Branche definieren würden. Hier kann man handsignierte Radtrikots von Scott-SRAM oder alte Teamkleidung von AG2R La Mondiale (das ODLO ebenfalls sponserte) bewundern. Nicht zu übersehen sind die Fotos von Odd Roar Lofterød, dem Gründer des Unternehmens. Hier und da hängen auch alte Print-Anzeigen. Und weiter unten stösst unser Blick auf verschiedene technische Track Jackets aus den 80ern mit grellen Mustern und Farben, die den ständigen Strom neuer Entwicklungen widerspiegeln, die sich zwischen diesen Wänden vollziehen.


Diesen Sommer wird vermutlich die Zeroweight Radsport-Kollektion diese Räume schmücken – genauer gesagt die Pro Radshorts mit Trägern. Auch bei dieser Kollektion haben unsere Produktexperten das Feedback der Profis integriert: optimierter Schnitt, branchenführendes Sitzpolster und weitere Details wie Kanten mit Laserschnitt und atmungsaktive, ultraleichte Materialien. Und das alles dank einem Prozess, der 76 Jahre lang bis zur Perfektion gereift ist.  


Basierend auf den Prototypen sammeln wir Experten-Feedback und setzen dieses in Zusammenarbeit mit Partnern unseres Vertrauens um. Danach wird jedes einzelne Produkt in der Praxis getestet und mit der Zeit weiter perfektioniert. Im Falle der Pro Radshorts bedeutet das lange sechsstündige Touren, Rennen, sich bei einem Espresso zusammenzusetzen und kurze Trainingsfahrten in der Mittagspause. Möglichst vielfältige Anwendungsszenarien ermöglichen uns, etwas Aussergewöhnliches zu erschaffen.


Unser Prozess basiert auf Vertrauen. Ein Prozess, der die Zusammenarbeit zwischen ODLO und dem Scott-SRAM Racing Team über zwei Jahrzehnte hinweg auszeichnete und aus dem eine der längsten Partnerschaften in der Geschichte von ODLO hervorgegangen ist.  


„Unsere Partnerschaft mit ODLO geht weit über das Training und die Rennen hinaus“, so Frischknecht. „Es sind immer die Menschen hinter der Marke, die eine solche Zusammenarbeit so wertvoll machen.“

„Darauf sind wir ziemlich stolz.“ 


Entdecke, was Ausdauersportler Jake Catterall über unsere neuen Zeroweight Pro Radshorts mit Trägern sagt. Und hier findest du die ganze Kollektion

“This partnership goes far beyond just training and racing”

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